Hühnerhalten (für Anfänger)


Hühnerhalten ist ganz einfach und mit geringem finanziellem Aufwand möglich. Schon vor tausenden von Jahren haben die Menschen angefangen, unter ganz primitiven Bedingungen Hühner zu halten, das ohne großes theoretisches Wissen und nur mit ein paar Erfahrungen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Deshalb braucht man sich nicht verkopfen und kann einfach mal loslegen. 100,00 € können für den Stall und ein paar Hennen ausreichen. Für eine ausführliche Beratung können Sie sich gerne an uns wenden oder für einen ersten Überblick weiterlesen:

Der Stall:
Wie groß der Stall sein muss und wieviel Auslauf man haben sollte, hängt davon ab, welche und wieviel Hühner man halten will. Der Minimalist kommt mit 2-3 qm auch in einem Reihenhausgarten aus und lässt sich und seine Familie von ein paar netten Zwerghuhn-Hennen mit frischen Eiern versorgen.
Für 5-6 kleine Zwerg-Hühner oder 3-4 Legehybride genügt z.B. schon ein Kleintierstall für Kanninchen oder Meerschweine, den es in Baumärkten, Gartencentern, Raiffeisenmärkten etc zu kaufen gibt oder der vielleicht über ebay-kleinanzeigen günstig zu haben ist. Natürlich kann man auch direkt im Internet einen speziellen Hühnerstall bestellen oder man baut preisgünstig selbst. (Wer eine automatische Klappe (elektronischer Pförtner, bei siepmann.net ab ca. 130,00 €) installiert, kann sich das händische Öffnen und Schließen sparen und die Tiere auch mal über das Wochenende allein lassen.)
Auf jeden Fall empfiehlt sich ergänzend eine geschlossene und vielleicht auch überdachte Voliere, denn dann kann man die Tiere morgens rauslassen und muss nicht befürchten, dass sie bis abends von einem Greifvogel oder dem Fuchs geholt worden sind.
Dann braucht man eine Tränke und einen Futtertrog. Es genügen zwei alte Töpfe oder Ähnliches, möglichst mit großer Grundfläche, damit sie nicht so leicht umkippen. Spezielle Tränken und Futterautomaten gibt es im Fachhandel. In Witten z.B. in der Crengeldanzer Mühle Ernst Wittkamp, Bochumer Str. 15, 02302/57623; größere Auswahl bieten die Raiffeisenmärkte in Witten-Annen, Salinger Feld 14a und in Haßlinghausen; die größte die Fa. Siepmann in Herdecke, Wittener Landstr. 19, 02330/979595, unter siepmann.net kann dort auch bestellt werden. Für 5-6 Zwerghühner bzw. 3-4 Legehennen genügt eine 3-5 Liter Tränke und ein Futterautomat für 5kg Futter.

Die Rasseauswahl:
Natürlich sollte man sich die Rasse anschaffen, die man am atraktivsten findet. Allerdings ist nicht jede Rasse so ganz einfach zu halten, wie oben behauptet. Manche haben mehr Platzbedarf, brauchen riesigen Auslauf und/oder einen besonders eingerichteten Stall, der täglich peinlichst sauberzumachen ist, damit das Gefieder immer so aussieht, wie man es sich vorstellt. Oder sie sind so lebhaft, dass die Hähne einem mit entgegengestreckten Läufen auf Augenhöhe entgegengeflogen kommen, wenn man die Stalltür öffnet. Das ist nicht jedermanns Sache.
Zu empfehlen sind dem Neuling daher ruhige Rassen wie z.B. Araucana, Sundheimer, Barnevelder, Brahma, Orpington etc... Grundsätzlich gilt: je schwerer eine Rasse desto ruhiger sind die Tiere und desto schlechtere Flieger sind sie auch. Weniger Platz brauchen natürlich verzwergte Haushühner, die zudem auch noch wesentlich weniger Kot produzieren und sich einfacher händeln lassen, da sie weniger Kraft haben. Völlig unkompliziert, robust, zutraulich und völlig flugunfähig sind Zwerg-Seidenhühner, die regelmäßig auch noch relativ viele aber natürlich kleine (ca. 30g) Eier legen. Die Hennen sind zudem sehr leise, d.h. sie gackern wenig, und dürften daher die wenigsten Nachbarn stören. Sie brauchen auch nicht viel Platz. 5-6 Hennen sollten mit 0,5 qm Stall und 2 qm Voiliere auskommen, wenn sie regelmäßig auch Ausflüge in den Garten machen dürfen. Einfach zu halten sind auch sogenannte Legehybride (Legehennen), keine eigentlichen Rassehühner, wie sie von professionellen Landwirten zur Eierproduktion gehalten werden. Die Tiere sind - was die Haltungsbedingungen angeht - anspruchslos, ruhig und legen sommers wie winters so viele Eier wie es wohl kein Rassehuhn schafft, wobei allerdings auch viel Kot entsteht.

Die Anschaffung:
Rassehühner, die züchterischen Ansprüchen genügen, sind wahrscheinlich nur über Hobby-Züchter zu bekommen. Auch einige Züchter des Vereins geben über das Jahr hin und wieder Tiere ab, wenn welche übrig sind. Es empfielt sich, frühzeitig Kontakt mit den Züchtern aufzunehmen, wenn man Tiere einer bestimmten Rasse haben möchte. Vielleicht zieht dann der Züchter ein paar mehr, wobei Küken regelmäßig im Frühjahr zum Schlupf gebracht werden und Jungtiere wenn überhaupt ab Mai abgegeben werden können. Eine andere Möglichkeit ist, nach Bruteiern zu fragen und diese in der eigenen Maschine auszubrüten. Kleine, recht gut funtionierende Maschinen gibt es bereits ab 200,00 €. Vereinsmitglieder können in den vereinseigenen Maschinen brüten lassen, die regelmäßig etwa von Januar bis April laufen.
Welche Rassen von Vereinsmitgliedern gehalten werden ist auf dieser Seite abgelegt. Sollte ein Züchter nicht zuzuordnen sein, können Sie sich an den Verein wenden, wir vermitteln dann den Kontakt. Ist "Ihre" Rasse nicht dabei, helfen wir Ihnen gerne, Züchter dieser Rasse auch außerhalb des Vereins zu finden.
Einer der wenigen professionellen Züchter von Rassehühnern ist die Firma Linnenkamp (im Internet: rassegeflügelzucht-linnenkamp.de). Dort kann man sowohl Bruteier als auch Küken oder Jungtiere kaufen, die - soweit bekannt - auch versendet werden. Ich habe von dort einmal Bruteier (Barnevelder) postalisch bezogen. Die Tiere sind gut geschlüpft, sind gut gewachsen, haben gut gelegt, genügten aber nur eingeschränkt züchterischen Ansprüchen.
An jedem ersten Samstag im Monat findet zudem in Verl-Kaunitz, Paderbornerstraße 408, 33415 Verl ein Hobbymarkt statt, auf dem auch Geflügel zu günstigen Preisen angeboten wird. Dort kann man Hybrid-/Legehühner (Preise pro Stück ab 5,00 €) und zum Teil auch Rassetiere kaufen, wobei nicht unbedingt erwartet werden kann, dass letztere gehobenen züchterischen Ansprüchen genügen.
Ein mobiler Händler bietet zudem seine Tiere (an Hühnern soweit bekannt nur Hybrid-/Legehennen, Masthähnchen) in regelmäßigen Abständen auf dem Gelände des Raiffeisen-Marktes Witten (Salinger Feld 14 a, 58454 Witten Tel: 02302/89467) an. Die Termine sind dort angeschlagen oder können bestimmt auch telefonisch erfragt werden.

Das Futter:
Am einfachsten ist es vorwiegend Legemehl zu füttern. Ich biete das meinen Tieren dauernd über Futterautomaten an. Hin und wieder werfe ich ihnen noch ein paar Hände Körnerfutter in die Volieren und etwa einmal die Woche füttere ich geriebene Möhren mit Zwiebeln, wenig Knoblauch und Olivenöl, im Sommer zusätzlich gehackte Brennessel. Damit sie was zu tun haben gehen auch ganze Möhren oder Futterrüben. Manche Hühner sind aber zu bequem, um eine Möhre selbst auseinander zu pflücken.
Legemehl und Körnerfutter gibt es von unterschiedlichsten Herstellern leider zumeist nur in konventioneller Qualität. Es kann im Handel in 25 kg Säcken gekauft werden (Preise ab 15,00 €). Ein Sack Futter lässt sich über Wochen in zwei 15l-Anmischeimern mit Deckel aus dem Anstreicherzubehör mäusesicher und trocken lagern. Ich würde schätzen, dass 5-6 Zwergseidenhühner bestimmt ein paar Monate mit einem Sack auskommen. Legehennen, die viele Eier produzieren, fressen allerdings wie die Wahnsinnigen.
Anbieter in und um Witten: Crengeldanzer Mühle Ernst Wittkamp, Bochumer Str. 15, 02302/57623; Raiffeisenmärkte in Witten-Annen, Salinger Feld 14a und Raiffeisenmarkt Haßlinghausen; Fa. Siepmann in Herdecke, Wittener Landstr. 19, 02330/979595.
Bio-Legemehl kann man auf Anfrage auf dem Trantenrother Hof, Trantenrother Weg 25, 58455 Witten, Tel.: 02302/24317 oder auf Hof Sackern in Wetter-Albringhausen, Albringhauser Str. 22, Tel.: 02335/73272 kaufen.

   

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